Neun Jahre lang habe ich in unserem Familienbetrieb gearbeitet, einer Bäckerei in Niederösterreich. Ich habe früh angefangen, viel gearbeitet und lange ein Leben geführt, das sich eher nach den Erwartungen anderer angefühlt hat als nach mir.
Es gab keinen großen Knall. 2019 hat mir ein Foto von mir selbst gezeigt, wie weit ich von dem Menschen entfernt war, der ich sein wollte. Ich habe nicht alles auf einmal geändert. Ich habe angefangen, Dinge aufzuschreiben.
„Wir sind die Summe unserer Entscheidungen. Und entscheiden kann man jeden Tag.“
Was mir geholfen hat
Bücher wie „Atomic Habits“ von James Clear haben mir eine Sprache dafür gegeben: Gewohnheiten halten, wenn sie zu dem passen, wer man sein will. Ich habe mir vorgestellt, wer ich sein will, und mich jeden Tag gefragt, was diese Person heute tun würde. Dann habe ich es klein gemacht. Einmal pro Woche laufen statt jeden Tag. Zehn Minuten lesen statt eines ganzen Kapitels.
Dann kam der High Five im Spiegel, die Idee von Mel Robbins: Jeden Morgen klatschst du dich im Spiegel selbst ab. Bei mir war nach einer Woche der Spiegel schmutzig und die Idee vergessen. Ein Satz, der dort klebt, bleibt. Das war der Anfang.
2022 habe ich mir selbst Post-its gedruckt. Darauf stand: Today is a great day. Sie klebten dort, wo ich jeden Morgen vorbeikam. An manchen Tagen war es ein guter Tag. An den anderen hat mich das Post-it daran erinnert, dass ich entscheiden kann, wie ich damit umgehe.
Warum „Magnetic Habits“
Der Name kommt aus „Atomic Habits“. Magnetisch, weil Gewohnheiten, die zu dir passen, dich zu dem Menschen ziehen, der du sein willst. Nicht mit Druck. Mit jedem kleinen Schritt ein Stück mehr.
Ich habe Magnetic Habits bewusst analog gebaut. Mein Handy ist voll mit Dingen, die etwas von mir wollen. Papier will nichts. Es hängt dort, wo ich lebe, und ich sehe es, ohne es zu öffnen. Außen die Sticker, innen die Reflexion: Das ist bis heute unser großes Ding.




