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Taschengeld: Wie viel ab welchem Alter, und wie Kinder sparen lernen

Ab wann Taschengeld, wie viel pro Woche und wie Kinder sparen lernen: die Tabelle nach DJI-Empfehlung, Spartipps und eine einfache Taschengeld-Abmachung.

Von 4 Min. Lesezeit27.10.2026

Darum geht's

    Kurz gesagt: Viele Familien beginnen mit dem Taschengeld rund um den Schulstart. Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) empfiehlt als Orientierung für Kinder unter 6 Jahren 1 bis 2 Euro pro Woche, für 6- bis 9-Jährige 2 bis 4 Euro pro Woche und ab 10 Jahren eine monatliche Auszahlung [1]. Wichtiger als der genaue Betrag: regelmäßig, verlässlich und ohne Bedingungen. Sparen lernen Kinder am leichtesten mit einem Ziel, das sie sehen.

    Samstag, Zahltag. Zwei Euro liegen auf dem Küchentisch, und dein Kind steht schon in der Tür, auf dem Weg zum Kiosk. Du fragst dich: Lernt es so irgendwas über Geld?

    Ja. Genau so.

    Ab welchem Alter sollten Kinder Taschengeld bekommen?

    Viele Familien starten mit dem Schulbeginn, manche schon mit vier oder fünf Jahren mit ganz kleinen Beträgen. Wichtiger als das Alter ist, dass dein Kind Münzen unterscheiden kann und versteht: Was ausgegeben ist, ist weg.

    Wie viel Taschengeld ist richtig? Die Tabelle

    Die folgenden Werte stammen aus der Empfehlung des Deutschen Jugendinstituts, die viele Jugendämter weitergeben [1]. Auch in Österreich orientieren sich viele Eltern und Ratgeber an diesen Werten.

    Alter Taschengeld
    unter 6 Jahre 1,00 bis 2,00 € pro Woche
    6 Jahre 2,00 bis 2,50 € pro Woche
    7 Jahre 2,50 bis 3,00 € pro Woche
    8 Jahre 3,00 bis 3,50 € pro Woche
    9 Jahre 3,50 bis 4,00 € pro Woche
    10 Jahre 20,00 bis 22,50 € pro Monat

    Die Tabelle ist eine Orientierung, keine Pflicht. Was passt, hängt auch davon ab, was dein Kind davon bezahlen soll und was in eurer Familie möglich ist.

    Wöchentlich oder monatlich?

    Für Kinder unter zehn ist wöchentlich besser. Eine Woche können sie überblicken, einen Monat noch nicht. Ab etwa zehn Jahren lernen Kinder mit einer monatlichen Auszahlung, sich Geld über längere Zeit einzuteilen [1].

    Darf ich Taschengeld als Belohnung oder Strafe einsetzen?

    Besser nicht. Taschengeld ist zum Üben da: Dein Kind lernt, mit Geld umzugehen, auch mit Fehlkäufen. Wer es kürzt, wenn das Zimmer nicht aufgeräumt ist, macht Geld zum Erziehungsmittel. Davon raten auch die Jugendämter ab [1].

    Ähnlich ist es mit Mithilfe im Haushalt: Viele Familien trennen das. Tisch decken gehört zum Familienleben, das Taschengeld kommt trotzdem. Für echte Extra-Aufgaben kann es extra Geld geben.

    Wie lernen Kinder sparen?

    • Ein Ziel mit Bild. Kinder sparen nicht für „später“. Sie sparen für den Fußball, das Pferdebuch, die Taucherbrille. Ein Foto oder eine Zeichnung davon gehört an den Kühlschrank.
    • Fortschritt, den man sieht. Ein Feld zum Ausmalen für jede gesparte Münze. „Noch elf Felder bis zum Fußball“ ist für ein Kind greifbarer als „noch 5,50 Euro“.
    • Drei Gläser. Eines zum Ausgeben, eines zum Sparen, eines zum Verschenken. Dein Kind entscheidet bei jeder Auszahlung, was wohin kommt.
    • Ein kleiner Elternzins. Für jede Woche, in der das Sparglas zu bleibt, legt ihr ein paar Cent dazu. So erlebt dein Kind ganz nebenbei, was Zinsen sind.
    • Fehlkäufe zulassen. Ein Spielzeug für zwei Euro, das nach einem Tag kaputt ist, ist die günstigste Lektion, die es gibt.

    Die Taschengeld-Abmachung

    Schreibt gemeinsam auf, was gilt. Eine Abmachung, die dein Kind mit unterschreibt, nimmt es ernster als eine Regel, die einfach so gilt.

    • Wie viel gibt es, und an welchem Tag?
    • Wofür ist das Geld gedacht, und wofür zahlen weiter die Eltern?
    • Wird ein Teil gespart? Wie viel?
    • Wann schauen wir uns die Abmachung wieder an, zum Beispiel am nächsten Geburtstag?

    Wenn du dafür etwas in der Hand haben willst

    Dafür reichen ein Glas und ein Zettel.

    Wenn du es schöner willst: Mein erstes Geld ist unser Sparziel-Set für Kinder von 5 bis 10. Darin sind ein Tracker mit 30 Münzfeldern, Etiketten für die Gläser, eine Taschengeld-Abmachung zum gemeinsamen Ausfüllen, ein Wunsch-Block und Zins-Sticker.

    Zum Sparziel-Set →

    Häufige Fragen

    Muss das Taschengeld für Süßigkeiten reichen?
    Das legt ihr fest. Wichtig ist nur, dass es klar ist und in der Abmachung steht.

    Was, wenn mein Kind alles sofort ausgibt?
    Lass es. Nächste Woche gibt es wieder Geld, und vielleicht eine neue Entscheidung. Nachzahlen oder vorschießen solltest du eher nicht.

    Bargeld oder Karte?
    Für jüngere Kinder ist Bargeld leichter, weil sie sehen, wie das Geld weniger wird.

    Und was ist mit Geldgeschenken von Oma?
    Viele Familien behandeln sie getrennt vom Taschengeld, etwa als Geld fürs Sparziel. Auch das gehört in eure Abmachung.

    Quellen

    [1] Kreisjugendamt Ebersberg (2025). Die Taschengeldtabelle 2025, nach den Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts. PDF
    [2] Deutsches Jugendinstitut: Taschengeld. dji.de

    Von Alexander C. Hager, Gründer von Magnetic Habits · Zuletzt aktualisiert: 27. Oktober 2026

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